23. Jun 2013

Gen-Patente – fragwürdige Instrumente des Fortschritts

Forschung allein ist heute zu wenig - Patente müssen her. Die Folge: Das menschliche Genom ist mit Ansprüchen zugepflastert, die juristische Unsicherheit nimmt zu, der Spielraum für Innovationen wird eingeengt. Dem Fortschritt - und dem Patienten - hilft das nur bedingt weiter. Patente ermöglichen langfristige Investitionen, so lautet die Mantra aus der Geschäftswelt. Das ist in der Regel auch korrekt. Keine Firma kann es sich leisten, viel Geld in die Entwicklung eines Produktes stecken, das - kaum auf dem Markt - sofort von Konkurrenten kopiert und auf eigene Rechnung verkauft wird. Doch das Beispiel von Myriad Genetics zeigt, dass Patente auch ihre Kehrseite haben.
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3. Jun 2013

Gene, Ethik und das Recht auf Nichtwissen

"Ich bestimme selbst, was ich wissen will und was nicht!" Was selbstverständlich klingt, könnte bald nicht mehr gelten - wenn man in den USA wohnt und das eigene Erbgut sequenzieren lässt. Denn eine medizinische Gesellschaft empfiehlt, dass Patienten zukünftig über Mutationen in 57 Genen informiert werden, ob sie wollen oder nicht. Gegner dieser Regelung pochen auf das Recht auf Nichtwissen und sorgen sich um das Vertrauensverhältnis von Arzt und Patient.
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25. Mai 2013

Eizellen – immer neu oder einmal fürs Leben?

Eine Frau wird mit all ihren Eizellen geboren, und diese werden Zeit ihres Lebens nicht erneuert - so die Lehrmeinung seit den 1950er Jahren. Doch vor knapp 10 Jahren kamen massive Zweifel auf, spezialisierte Stammzellen sollten ständig neue Eizellen nachliefern. Aber auch diese Daten kamen unter heftigen Beschuss, und seitdem wogt der Streit hin und her. Der aktuelle Stand: Die Lehrmeinung hatte doch recht.
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