Krebs löst Autoimmunerkrankung aus – eine fatale Verwechslung?

Als ob ein Tumor nicht gefährlich genug wäre – eine Studie zeigt nun, dass er auch das Immunsystem verwirren und Attacken gegen den eigenen Körper provozieren kann. Tödliche Autoimmunerkrankungen sind die mögliche Folge.

Das Immunsystem soll den Körper schützen, aber manchmal geht etwas schief: Die Immunzellen wenden sich gegen das eigene Gewebe und fügen ihm schwere Schäden zu (eine sogenannte Autoimmun-Reaktion). Autoimmunerkrankungen sind auffällig häufig mit Krebs vergesellschaftet – der Grund bleibt jedoch unklar. Manche Forscher glauben, dass die verabreichten Medikamente das Krebs-Risiko erhöhen. Bei der systemischen Sklerodermie – einer tödlich verlaufenden Verhärtung der Gewebe – scheint die Ursache jedoch in einer Verwechslung zu liegen.

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Krebsvorsorge – zu viel des Guten?

Dank Früherkennung erkennt man Krebs schneller – doch die Zahl der Todesfälle nimmt deshalb nicht unbedingt ab. Bei einigen Krebsarten besteht eher die Gefahr, dass verfrühte Diagnosen zu überflüssigen Behandlungen führen. Eine US-amerikanische Expertenkommission schlägt daher vor, die Vorsorge auf nachweislich gefährliche Tumore zu beschränken.

Eine frühe Diagnose kann manchmal schaden. Viele Tumore wachsen so langsam, dass sie niemals zu einer tödlichen Gefahr werden – der Betroffene stirbt lange vorher an Altersschwäche. Doch die Diagnose von Krebs erzeugt einen hohen emotionalen Druck, so dass Behandlungen in der Regel unvermeidlich werden. Deren Nebenwirkungen können schädlicher sein als die langsam wachsende Wucherung.

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Patent auf Krebsgene ungültig – ändern wird sich wenig

Menschliche DNA ist ein „Produkt der Natur“ – mit diesem Argument verbietet das höchste US-Gericht ein Patent auf Krebsgene. In der Praxis wird das wenig ändern. Die betroffene US-Firma Myriad Genetics hat noch genug andere Patente, die ihre Marktposition sichern.

Vor gut 20 Jahren stießen US-amerikanische Forscher auf eine Goldader. Sie entdeckten mit dem Gen BRCA1 einen Risikofaktor für Brustkrebs, entschlüsselten die DNA-Sequenz (die genaue Abfolge der Buchstaben im Erbgut) und meldeten ein Patent an. Kurz darauf wiederholte sich das Spiel mit einem zweiten Krebsgen, BRCA2. Die Patente landeten bei der frisch gegründeten Firma Myriad Genetics, die sich bald ein Monopol erkämpfte und seitdem ordentlich Umsatz macht – mehr als 500 Millionen US-Dollar im letzten Jahr.

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