Genmanipulation von Embryonen – bei Erbkrankheiten nur zweite Wahl

Chinesische Forscher haben das Erbgut menschlicher Embryonen manipuliert. Das Experiment wird in den Medien empört kommentiert, doch der wichtigste Einwand bleibt unerwähnt: Es gibt eine sichere und erprobte Alternative.

Die Publikation war lange erwartet, löste aber dennoch große Empörung aus: In China haben Forscher das menschliche Erbgut verändert – sie wollten damit die Erbkrankheit ß-Thalassämie korrigieren. Es war ein erster Probelauf mit Embryonen, die nicht lebensfähig waren; das langfristige Ziel war eine Keimbahn-Therapie. Das Resultat war jedoch mehr als enttäuschend. In keinem der Embryonen verlief die Korrektur wie erwünscht, stattdessen trugen diese zahlreiche Schäden im Erbgut davon. Ein Misserfolg auf ganzer Linie also.

Weiterlesen

Lücke im Gesetz: Klonen von Menschen nicht verboten

Die deutschen Gesetze sind überholt: Das Klonen von Menschen könnte ungestraft bleiben, da künstliche Stammzellen eine Hintertür offen lassen.

Das nennt man wohl Ironie des Schicksals: Da hat man sich in Deutschland lange über embryonale Stammzellen gestritten und Gesetze erlassen, die zu den schärfsten der Welt gehören. Doch Menschen könnte man ungestraft klonen. Ein Möchtegern-Frankenstein muss nur den Umweg über Stammzellen nehmen, die durch Reprogrammierung im Labor entstehen. Deren Eigenschaften hebeln alle juristischen Definitionen aus.

Weiterlesen

Drei Eltern, ein Kind, ein gefallenes Tabu

Die sogenannte Mitochondrien-Spende verändert das Erbgut ungeborener Kinder – und das der folgenden Generationen auch. Ein großes Tabu der Gentherapie ist damit gefallen.

Lange Zeit war die Grenze klar abgesteckt: Gentherapien dürfen das Erbgut nicht so verändern, dass auch nachfolgende Generationen betroffen sind. Die Mutation der Keimbahn war ein weltweit und allgemein akzeptiertes Tabu. Ein britischer Vorstoß kündigt diesen Konsens auf. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis die gezielte Manipulation der Keimbahn zur Normalität wird.

Weiterlesen

Protest gegen embryonale Stammzellen – interessiert das noch?

Die Initiative „Einer von uns“ will der embryonalen Stammzellforschung den EU-Geldhahn zudrehen. Sie hat 1,7 Millionen Unterschriften gesammelt und zwingt das europäische Parlament in eine Anhörung. Doch Aufsehen erregt sie damit kaum.

Interessiert das noch jemanden? Eine europaweite Bürgerinitiative protestiert gegen embryonale Stammzellforschung, mobilisiert fast zwei Millionen Unterstützer und drängt den höchsten europäischen Gremien ihre Agenda auf. Doch in den deutschen Medien findet sie keinen Widerhall. Die Diskussion dreht sich im Kreis – nicht zuletzt deshalb, weil konservative Kreise ihre eigenen Wertvorstellungen in den Mittelpunkt stellen.

Weiterlesen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen