Gene Drive: Erster Moskito bald einsatzbereit?

Ein gene drive kann das Erbgut wildlebender Tiere verändern – was das für ein Ökosystem bedeutet, weiß niemand. Viele Forscher mahnen daher zur Vorsicht. Doch andere machen spürbar Druck: Bereits im nächsten Jahr könnten der erste gene drive einsatzbereit sein.

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Ein gene drive kann innerhalb weniger Generationen ganze Populationen verändern. Quelle: Esvelt et al.

Mücken wechseln die Front: Statt Menschen mit Malaria zu infizieren, helfen sie bei der Ausrottung der Krankheit und töten den Erreger in ihrem Körper ab. Eine schöne Utopie, und das beste daran – sie könnte bald Wirklichkeit werden.

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Austauschbare Gene: Mensch rettet Hefe

Eine Milliarde Jahre Evolution trennen Mensch und Hefen, doch in Teilen des Erbguts steht die Zeit still: Forscher stießen auf genetische Module, deren Funktion sich kaum verändert hat.

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Der letzte gemeinsame Vorfahr von Mensch und Hefe lebte in einer anderen Welt. Seitdem hat sich viel getan: Tiere und Pflanzen entwickelten sich, das feste Land wurde erobert, Dinosaurier kamen und gingen. Eine Milliarde Jahre verstrichen – doch nicht immer hinterließen sie tiefe Spuren.

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„Gene drive“ – die Genmanipulation ganzer Populationen

Ein Eingriff ins Erbgut wild lebender Organismen, der sich in der ganzen Population ausbreitet – was vor zehn Jahren als utopische Idee formuliert wurde, könnte bald Wirklichkeit werden. Wissenschaftler wollen zuvor eine öffentliche Diskussion anstoßen.

Wer die Genmanipulation von Nutzpflanzen grundsätzlich ablehnt, dem wird eine Methode namens „gene drive“ einen Schauder über den Rücken jagen – hierbei werden potentiell ganze Populationen von frei lebenden Organismen verändert. Die gute Nachricht dabei: Malaria und Dengue könnten wirksam bekämpft werden. Die schlechte: Die Umsetzung dieser Methode scheint unabwendlich.

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EU will Klonfleisch verbieten – aber wieso?

Die EU startet einen erneuten Anlauf, Fleisch von geklonten Tieren und deren Nachkommen aus dem Handel zu nehmen. Überhaupt sind alle der Meinung, dass Klonfleisch eine schlechte Sache ist. Doch warum? Eine Gesundheitsgefährdung ist weder nachgewiesen noch schlüssig. Aus Rücksicht auf das Leiden der Tiere? Das wäre eine Heuchelei sondergleichen.

Alles was irgendwie nach Gentechnik aussieht, löst in Europa einen Abwehrreflex aus. Der ist oftmals gar nicht unbegründet, und die großen Agrar-Konzerne sind auch selbst daran. Aber warum es jetzt das sogenannte Klonfleisch trifft, bleibt schleierhaft.

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Neu geschaffener Stoffwechsel: Bakterien verarbeiten Fluor

Eine Manipulation des Genoms verleiht Darmbakterien eine außergewöhnliche Fähigkeit – das Element Fluor in organische Verbindungen einzubauen. Ein großer Erfolg der synthetischen Biologie, denn diesen Stoffwechselweg gibt es in der Natur nicht. Auch die Hersteller von Medikamenten wird es freuen: Fluor verleiht vielen Wirkstoffen besondere Eigenschaften.

Fluor ist ein stark ätzendes Element, und auch nach Einbau in Biomoleküle bleibt es meist hochgiftig. Da verwundert es nicht, dass fast kein Lebewesen auf der Erde mit Fluor umgehen kann. Die einzige bekannte Ausnahme, das Bodenbakterium Streptomyces cattleya, stellt nur eine kleine Zahl von einfachen Substanzen her, die Fluor und Essigsäure verknüpfen. Komplexere organische Verbindungen mit Fluor scheint es in der Natur nicht zu geben.

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