HIV-Impfung: größte Studie gestoppt

Erneuter Rückschlag bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das AIDS-Virus: Eine Studie mit 2500 Menschen in 19 US-amerikanischen Städten wurde zwei Jahre vor dem geplanten Ende gestoppt – die Impfung schützte nicht vor Ansteckung. Sind derartige Versuche grundsätzlich zum Scheitern verurteilt?

Ein harmloser Adenovirus sollte als Vehikel dienen, um drei Gene des AIDS-Virus in homosexuelle Männer zu transportieren und so einen Impfschutz gegen HIV zu erzeugen. Eigentlich ein guter Ansatz: Der Adenovirus verursacht im schlimmsten Fall leichte Atemwegs-Erkrankungen (der verwendete Virus war noch zusätzlich geschwächt), und die drei HIV-Gene können für sich allein auch keinen Schaden anrichten. Doch bereits in einer älteren Studie gab es Probleme: Die Zahl der Neuinfektionen bei den geimpften Personen war – statistisch allerdings nicht signifikant – höher als in der unbehandelten Kontrollgruppe. Diese STEP genannte Studie wurde 2007 gestoppt.

Ein ähnliches Problem schien sich auch bei der aktuellen Studie (mit Namen HVTN 505) einzustellen.

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